Heizöl Ratgeber

Mit Heizöl zu heizen bietet viele Vorteile und Flexibilität.

Unser WÄRME AUSTRIA Ratgeber rund um das Thema Heizöl. Wir informieren über die unterschiedlichen Heizölsorten, Heizölpreis, Wärme Plus Abo und vieles mehr.

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In Österreich gibt es verschiedene Verordnungen und Gesetze, denen der Betrieb von Ölheizungsanlagen unterliegt. Die Heizungsanlagenverordnung unterscheidet sich je nach Bundesland, zielt jedoch immer darauf ab, eine effiziente Energienutzung zu garantieren und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

  • Der Einbau einer Heizungsanlage ist dem ortsansässigen Rauchfangkehrer und Bürgermeister zu melden
  • Jede Heizanlage muss über ein Anlagendatenblatt verfügen, in dem etwaige Änderungen vermerkt werden müssen
  • Bestimmte Emissionsgrenzwerte des Brennstoffes müssen eingehalten werden, wobei die einzelnen Bundesländer  über eigene geltende Grenzwerte verfügen (abhängig von der Nennwärmeleistung kW)
  • Die Heizungsanlage darf ausschließlich für die Verbrennung der vom Hersteller genannten Brennstoffe verwendet werden
  • Die Heizungsanlage muss regelmäßigen Überprüfungen und Tankreinigungen unterzogen werden

WÄRME AUSTRIA bietet eine breite Auswahl an verschiedenen Heizölsorten. Die Qualitätsstandards österreichischer Heizöle sind in der Ö-NORM C1108 und C1109 festgehalten. Sämtliche Heizöle der WÄRME AUSTRIA entsprechen diesen Normen.

VITATHERM Heizöl Extra Leicht

  • beliebtestes Heizöl in der Kategorie Extra Leicht schwefelfrei
  • Premium Qualität aus Österreich
  • Geringere Wartungskosten
  • Gleichbleibend effiziente Verbrennung
  • Für jede Ölheizung geeignet
  • Kesselschonend und geruchsoptimiert
  • Geringe Feinstaub-Emissionen

Heizöl Extra Leicht

  • Standard Qualität
  • ÖNORM C 1109 genormt und preiswert
  • Schwefelgehalt bis maximal 1000 mg/kg
  • Leichte Lagerung

Heizöl Leicht „Schwechat 2000“

  • Leistungsstarker und zuverlässiger Brennstoff für Heizöl Leicht Anlagen
  • vorrangiger Einsatz in größeren Objekten (Krankenhäuser, Betriebe, usw.)
  • Rückstandsheizöl
  • Herstellung und Lagerung in Österreich

Heizöl Schwer – für den Großeinsatz

  • Schweröl
  • vorrangiger Einsatz in Industrie, lediglich ca. 1 % Kleinbetriebe
  • hoher Rückstandsanteil, wirkt sich auf Dichte, Viskosität, Schwefelgehalt, Verkorkungsrückstand und Sedimente aus
  • Preisentwicklung abhängig vom Rotterdamer Markt

Der Heizölpreis wird von verschiedenen preisbildenden Faktoren beeinflusst. Die Preisentwicklung für Heizöl Extraleicht unterliegt der Notierung an der Rotterdamer Produktenbörse. Den größten Anteil am Heizölpreis haben sämtliche Steuern wie Mineralölsteuer, PNR-Abgabe und die Mehrwertsteuer. Die unterschiedlichen regionalen Logistikkosten finden ebenso in der Kalkulation des Heizölpreises Berücksichtigung.

Das Wärmekonto in Form von Heizöl Teilzahlungsmöglichkeit ist so flexibel wie die Bedürfnisse und bietet dabei stets die optimale Kostenkontrolle.

Mit dem Wärmekonto und dem neuen Teilzahlungsmodell gibt es die Möglichkeit flexibel zu entscheiden, welche Menge Heizöl* zu welchem Zeitpunkt geliefert werden soll. Und das alles mit einem  attraktiven Heizöl Ratenzahlungsmodell**

* Mindestbestellmenge pro Lieferung: 1.500 Liter
** Neukunden können bei Erstbestellung nur gegen Vorauszahlung bestellen und erst ab 2. Bestellung das Wärme-Konto in Anspruch nehmen.

Zur einwandfreien Nutzung von Heizungsanlagen gehört die fachgerechte Lagerung des Brennstoffes. Heizöl kann entweder oberirdisch oder unterirdisch gelagert werden, was sich auch auf die geltenden Vorschriften auswirkt.

Oberirdische Lagerung

  • Der Lagerbehälter darf keinen übermäßigen Temperaturschwankungen ausgesetzt sein. Direkter Lichteinfall sollte vermieden werden (zB. durch einen Stahlblechmantel bei Kunststofftanks).
  • Abhängig vom Fassungsvermögen kann ein oberirdischer Öltank der wiederkehrenden Prüfungspflicht unterliegen. Leitungen sowie Zu- und Abluftöffnungen müssen den gesetzlichen Normen entsprechen.
  • Der Heizraum muss durch eine absperrbare und selbstschließende Brandschutztüre verschlossen sein. Brennbare Stoffe an Wänden und Decken dürfen nicht angebracht werden.

Unterirdische Lagerung

  • Ein Erdtank muss doppelwandig sein, um optimal vor Korrosion geschützt zu sein.
  • Alle unterirdischen Tanks unterliegen einer wiederkehrenden Prüfpflicht, durchgeführt durch einen Experten. Das Intervall beträgt hierbei in der Regel 5 Jahre.
  • Leckgefahr: Moderne Erdtanks sind mit einem Sicherheitssystem ausgestattet, welches mithilfe eines Leckanzeigegeräts die Dichtheit des Tanks stetig überwacht. Diese Anzeige sollte regelmäßig überprüft werden.

Regelmäßige Tankreinigungen sind für Erdtanks und große Heizöltanks gesetzlich vorgeschrieben.

  • Warum reinigen?
    Im Zuge des Alterungsprozesses setzen sich Sedimente auf dem Tankboden ab. Diese schlammähnlichen Ablagerungen sollen auf keinen Fall in den Brenner gelangen und müssen somit regelmäßig beseitigt werden. Des weiteren dringt durch die Lüftungsrohre Kondenswasser in den Tank, das sich ebenfalls auf dem Tankboden absetzt. Treffen Wasser und Stahltank aufeinander, kommt es zur sogenannten Korrosion (Rost) und der Tank kann undicht werden.
  • Wie oft reinigen?
    Bei einer normalen Nutzung empfiehlt sich bei Stahltanks eine Reinigung und Wartung der Anlage alle 5 bis 7 Jahre, bei Kunststofftanks alle 7 bis 10 Jahre.
  • Ablauf einer Reinigung?
    Das restliche Heizöl wird zuerst abgepumpt. Danach werden alle Verunreinigungen an der Tankinnenseite und in den Ölleitungen rückstandslos entfernt. Im Anschluss wird eine professionelle Sichtprüfung des Heizöltanks auf eventuelle Risse und Korrosionsschäden unternommen. Zum Schluss wird das Heizöl gefiltert und in den Tank zurückgeführt.
  • Kosten einer Reinigung?
    Das hängt von dem Gesamtarbeitsaufkommen, der Bauart und Größe des Tanks sowie den Bedingungen vor Ort ab. Prinzipiell kann bei einer Tankgröße von 1.000 Liter mit Kosten ab 150 EUR aufwärts gerechnet werden.

Viele Probleme lassen sich mit einer Öltankreinigung oder Reparatur lösen.  Ist das nicht möglich, weil zB. der Tank zu alt ist und die Korrosionsschäden zu hoch sind, muss der Öltank professionell entsorgt werden.

So funktioniert eine Tankentsorgung:

  • Ölstandsmessung
  • Abpumpen des Restöls
  • Entgasung und Reinigung des Öltanks
  • Demontage und Entsorgung des Tanks
  • Ausstellung einer Entsorgungsbescheinigung

Die Kosten einer Tankentsorgung variieren stark, da unterschiedliche Faktoren, wie Größe des Tanks, Material oder auch Bedingungen vor Ort eine Rolle spielen.

  • Batterie- und Kunststofftanks mit einem Fassungsvermögen von bis zu 3.000 Liter kosten zwischen 300-600 EUR.
  • Stahl- und Erdtanks (je nach Fassungsvermögen) bewegen sich durchaus im vierstelligen Bereich.

Stand 30.11.2023

Wie Sie sicher aus den Medien entnommen haben wurde der Entwurf des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWG) in wesentlichen Punkten überarbeitet.

Damit kommt es zu keinem „Ölheizungsverbot“ in bestehenden Gebäuden!

DIE AKTUELLE RECHTSLAGE BEIM HEIZEN MIT ÖL, SIEHT WIE FOLGT AUS:

Fakt ist: Nur im NEUBAU ist das Errichten und Betreiben einer Ölheizung verboten.

Fakt ist: Der einfache Kesseltausch, das heißt der Umstieg von einer bestehenden Ölheizung auf moderne Öl-Brennwerttechnik ist erlaubt. In Salzburg gilt eine Bewilligungspflicht zum Ölkesseltausch mit gesetzlich vorgeschriebener Alternativenprüfung.

Fakt ist auch: Es gibt einen sozial verträglicheren und wesentlich kostengünstigeren Weg zur Dekarbonisierung der Ölheizung: Mit der Einführung klimafreundlicher Flüssig-Brennstoffe aus erneuerbaren Quellen könnten die bestehenden Ölkessel klimafreundlich betrieben werden. Die bewährte und funktionierende Infrastruktur könnte somit behalten werden, was Ressourcen und die Umwelt gleichzeitig schont.

Laufende Änderungen unter https://www.ewo-austria.at/blogs/heizen-mit-oel-ein-faktencheck.

Was gilt im Neubau? 
Die Aufstellung und der Einbau von Heizkesseln in neu errichteten Gebäuden ist nur für Heizkessel für klimafreundliche, nicht-fossile Flüssig-Brennstoffe erlaubt. 

Was gilt bei Bestand?
Der einfache Kesseltausch, d.h. die Modernisierung auf effiziente Öl-Brennwerttechnik ist gestattet.  Sonderregelung im Salzburg: Bewilligungspflicht beim Heizkesseltausch (Alternativüberprüfung). 

Gibt es spezielle Kessel für den Einsatz von XtL?
Grundsätzlich können synthetische Flüssig-Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen (XtL) ohne größere Aufwände in jeden bestehenden Ölkessel eingefüllt werden. Dies wurde auch im Rahmen eines IWO Pilotprojektes bestätigt. Außerdem gibt es bereits Ölkessel am Markt, bei denen die Verwendung von XtL explizit ausgelobt wird.

Was ist der Fahrplan der Mineralölwirtschaft?
Die Mineralölwirtschaft bekennt sich seit der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens zur Einhaltung der Klimaschutzziele. Von 2009-2019 wurde der Austausch von alten Ölkesseln auf Öl-Brennwertgeräte gefördert. Durch die Effizienzsteigerung konnte so eine beachtliche CO2-Emissions-Reduktion erreicht werden. Um die Versorgungssicherheit in Zukunft zu garantieren, widmet sich die Mineralölwirtschaft der Entwicklung von synthetischen Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen. Weitere Informationen unter: Energie Wärme Österreich (ewo-austria.at)

Sonderheft Zukunft

Die Broschüre bietet Einblicke und Informationen über den Beitrag und die Innovationskraft der Mineralölbranche sowie ihre Rolle als treibende Kraft in der Energiewende, die Evolution der Flüssig-Brennstoffe und die Meinung von Experten dazu, eine Zusammenfassung der großen IWO Umfrage und einen Überblick über die zukünftige Produktion von flüssigen Brenn- und Kraftstoffen und Versuchsanlagen weltweit und insbesondere in Österreich.