Hinweise zur Pelletslagerung

Wie gut die eigene Pelletsanlage das Haus heizt, hängt nicht nur vom Ofen ab, sondern auch von der Qualität der Holzpresslinge. Diese wiederum wird maßgeblich vom richtigen Transport und einer entsprechenden Lagerung bestimmt. Jeder dieser Faktoren ist ausschlaggebend für das effiziente und umweltschonende Heizen der eigenen vier Wände.

 

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1. ENplus bietet Qualitätsgarantie

Die Pelletslagerung im eigenen Haus ist der letzte Qualitätsfaktor, bevor der Brennstoff in Energie umgewandelt wird. Für diese ist man selbst verantwortlich, denn die Lagerbedingungen können aktiv bestimmt werden. Dort, wo der Kunde selbst aber keinen Einfluss nehmen kann, ist es wichtig, sich auf diverse Zertifizierungen verlassen zu können. Und genau da kommt ENplus ins Spiel: Sie ist die einzige Qualitätsrichtlinie, welche die gesamte Wertschöpfungskette eines Pellets kontrolliert – von der Produktion bis zur Kundenanlieferung.

 

2. Die richtige Pelletslagerung

Wenn es um das private Pelletslager geht, dürfen keine Kompromisse eingegangen werden. Passen die Bedingungen nicht, kann es schnell zu Problemen bei der Verfeuerung kommen. Eine detaillierte Beschreibung, welche Anforderungen das eigene Lager erfüllen muss, findet sich in der ÖNorm M7137. In den vergangenen Jahren haben sich am Markt außerdem zahlreiche fertige Lagerungssysteme wie das Gewebesilo oder der Stahlblechtank  etabliert.

 

3. Vorsicht vor Kohlenmonoxid

Bei der Pelletslagerung kommt es, wie bei vielen anderen biogenen Stoffen auch, zu einer leichten Emission von Kohlenmonoxid (CO). Das Gas ist giftig und geruchlos – und kann dadurch unbemerkt aufgenommen werden. Gerade in den ersten 14 bis 20 Tagen kann es durch das geringe Luftvolumen eines Lagers zu einer bedenklichen Konzentration an CO kommen. Um dem entgegenzuwirken, wurde ein Belüftungsdeckel entwickelt. Geringe Temperaturschwankungen im Freien reichen bereits aus, um eine Anreicherung von Kohlenmonoxid im Lager verhindern zu können. Gewährleistet wird das durch metallene Befüllleitungen, die direkt ins Freie münden und geerdet sind. Zusätzlich müssen diese zwei Meter über der Standfläche liegen, damit sie ihre Funktion richtig erfüllen können.

 

4. Hilfe vom Fachmann

Wenn es darum geht, seine Heizung auf Pellets umzustellen, dann ist es sinnvoll, bei der Planung der Pelletslagerung die Hilfe eines Experten in Anspruch zu nehmen. Diese sind mit der ÖNorm M7137 vertraut und können sämtliche in der Norm beschriebenen Anforderungen in die Planung mit einfließen lassen.

Pelletslageraum – Grundanfoderungen

Wer sich für einen ganzen Raum als Lagerort seiner Pellets entscheidet, muss eine Reihe von Dingen beachten. Nur bei optimalen Lagerbedingungen behalten die kleinen Holzpresslinge ihre Qualität und sorgen für eine optimale Beheizung der eigenen vier Wände.

 

  1. Für eine optimale Funktion des Pelletkessels und des zugehörigen Austragungssystems ist es nach jährlichem Brennstoffdurchsatz (Sichtprüfung) empfehlenswert, das Lager alle zwei Jahre – oder nach zwei bis drei Befüllungen – komplett leer laufen zu lassen, um den Feinanteil zu entfernen. Bitte beachten Sie auch die Angaben des Heizkessel- und Austragungssystemherstellers.
     
  2. Der Pelletslagerraum muss ganzjährig trocken sein. Bei Gefahr von feuchten Wänden (auch zeitweise) ist ein entsprechender Feuchteschutz, z.B. eine hinterlüftete Vorwandschalung aus Holz herzustellen oder es werden Gewebetanks mit mindestens 15 cm Abstand zu Wand und Boden aufgestellt.
     
  3. Das Silofahrzeug sollte möglichst nah an die Befüllstutzen heranfahren können. Eine lange Einblasstrecke (max. 30 m) und jede Richtungsänderung hat aufgrund der mechanischen Belastung der Pellets während der Befüllung einen gewissen Abrieb zur Folge. Jeder Meter Schlauch und jeder Bogen erzeugen während des Einblasvorgangs Feinanteil!
     
  4. Es dürfen im Pelletslagerraum keine frei laufenden Leitungen (Wasser, Fäkalien, Strom) vorhanden sein.
     
  5. Lagerräume und Lagerbehälter müssen belüftet werden, um eine gefährliche CO-Konzentration zu vermeiden. Die Lüftungsöffnungen müssen ins Freie führen. Idealerweise werden an den Einblas- und Absaugstutzen spezielle Lüftungsdeckel angebracht (wenn diese nach außen ins Freie führen). Diese Deckel sorgen für einen Luftaustausch zwischen der Außenluft und dem Lagerraum. Damit werden Emissionen und Geruchsbeeinträchtigungen der eingeblasenen Pellets wirksam verhindert. Sie sind so konstruiert, dass keine Feuchtigkeit in das Lager eindringen kann. Wenn die Befüllstutzen nicht ins Freie münden, dann muss die Belüftung über eine gesonderte Lüftungsöffnung erfolgen. Diese Lüftungsöffnung muss so ausgeführt sein, dass während des Einblasvorganges kein Staub austreten kann und dass nach der Befüllung des Lagers die Belüftung wirksam ist. Es ist sicherzustellen, dass über die gesonderten Lüftungsöffnungen kein Regenwasser ins Pelletslager eindringen kann.
     
  6. Die Anbringung eines abrieb- und reißfesten Prallschutzes ist erforderlich. Dieser muss im rechten Winkel zur Einblasrichtung mindestens ≥ 20 cm bis ≤ 30 cm vor der dem Einblasstutzen gegenüberliegenden Wand angebracht werden.
     
  7. Pelletsauslaufstutzen müssen direkt auf die Prallmatte gerichtet sein und dürfen keine scharfen Kanten aufweisen. Hinter jedem Bogen muss eine Beruhigungsstrecke als gerades Rohr von mindestens 30 cm folgen, da sonst die Pellets an der Bogenkante zerkleinert werden.
     
  8. Die Umschließungswände müssen den statischen Anforderungen der Gewichtsbelastung durch die Pellets standhalten (Schüttgewicht ca. 670 kg/m3) und zusätzlich den Einblasdruck mit eventuell auftretenden Druckspitzen aufnehmen können. Die Lagerraumwände sowie deren Verankerung im umgebenden Mauerwerk an Decke und Boden müssen sach- und fachgerecht entsprechend den Regeln der Technik errichtet sein.
  9. Rechtzeitig vor dem Befüllen von Pelletslager oder Lagerbehälter sowie vor Arbeiten an Pelletslager oder Lagerbehälter ist der Pelletkessel  abzuschalten. Die Abschaltungspflicht der Kesselanlage liegt beim Kunden. Der Zeitraum für das Abschalten der Kesselanlage vor der Befüllung ist den Unterlagen der Heizkesselhersteller zu entnehmen.
     
  10. Auf der Zugangstür zum Lagerraum muss ein Hinweisschild lesbar und dauerhaft angebracht werden, welches auf die Gefahren beim Betreten des Lagerraumes hinweist und Verhaltenshinweise gibt.

Gewebetank – Der Pellettank als flexible Lageralternative

Ist die Entscheidung zugunsten einer Pelletheizung gefallen, stellt sich rasch die Frage: Wohin mit den vielen Holzpresslingen? Im Normalfall wird im Keller oder einem anderen Raum, der den Anforderungen entspricht, ein Lager eingerichtet. Aufgrund unterschiedlicher Faktoren – wie Platzmangel oder Feuchtigkeit – kann es in manchen Fällen aber sinnvoller sein, einen Pellettank zu installieren.

 

Flexibel bei der Wahl des Lagerortes

Einer der größten Vorteile eines Pellet-Gewebetanks ist seine Flexibilität. Bedingt durch seine Konstruktion sind der Wahl des richtigen Platzes keine Grenzen gesetzt. Auch, wenn das Lager verlegt werden soll, entstehen dem Besitzer keinerlei Schwierigkeiten.

 

Auch für Außenlagerung geeignet

Konzipiert ist ein Pellettank aus Gewebe grundsätzlich für die oberirdische Lagerung. Ein Sack aus Polyester ist an einem Gestänge aus Holz oder Stahl angebracht und wird mit Holzpellets gefüllt. Mit diversen Zusatzelementen ausgestattet, ist er außerdem resistent gegenüber Feuchtigkeit und UV-Strahlung. So ist es ohne Weiteres möglich, den Tank auch im Freien aufzustellen. Für diesen Fall ist es aber erforderlich, eine Behausung über den Gewebetank zu errichten, um diesen vor Oberflächenwässer zu schützen.

 

Große Auswahl bei Pellettanks

Das System, Pellets in einem solchen Tank aufzubewahren, wurde in den vergangenen Jahren immer beliebter. Aufgrund der regen Nachfrage ist ein Markt mit einer breiten Angebotspalette an Tanks entstanden. Unterschiedliche Formen und Ansaugsysteme bieten für jeden Kunden das Richtige.

 

Schnecke oder Sauger

Wenn es um die Entnahme des Brennstoffes aus dem Pellettank geht, dann haben sich bisher zwei Systeme bewährt: sogenannte Pelletschnecken und pneumatische Saugsysteme. Beide haben ihre Vor- und Nachteile – in der Praxis beliebter sind in letzter Zeit allerdings Saugsysteme geworden. Werden die empfindlichen Holzpresslinge aus dem Behälter mittels einer Schnecke an den Ofen geliefert, entsteht durch die Kardangelenke mechanischer Druck auf die Pellets, was Abrieb erzeugt und weitergehend den Heizwert negativ beeinflusst. Zusätzlich muss eine Pelletschnecke regelmäßig gewartet und geölt werden. Das Schmiermittel lässt sich nur schwer von den Pellets fernhalten – ein Kontakt schadet diesen jedoch. Ein klarer Nachteil eines Saugsystems ist die Lautstärke, welche bei der Schnecke erheblich geringer ausfällt.

 

Vorteile eines Saugsystems auf einen Blick

  • Standortflexibilität
  • Transportwege von bis zu 40 Metern möglich (eine längere Saugleitung beansprucht die Pellets sehr stark. Erhöhte Feinstaubbildung möglich!)
  • Geringer Wartungsaufwand
  • Pellets bleiben unbeeinflusst
  • Weniger Feinanteil

Stahlblechtank – Unkompliziert erweiterbar

Lagermöglichkeiten für Pellets gibt es viele. Wer ein Höchstmaß an Flexibilität für die Lagerung seiner Pellets sucht, sollte sich einen Stahltank näher ansehen. Aufgrund der meist modularen Bauweise ist ein solcher Pellettank unkompliziert aufbau-, umbau- und erweiterbar.

Haltbarer Stahl

Gefertigt sind Stahlblechtanks für die Lagerung von Pellets aus feuerverzinktem Stahl. Für die Montage ist nichts weiter notwendig, als diesen den eigenen Wünschen entsprechend aufzubauen. Der Tank muss weder am Boden noch an einer Wand befestigt werden. Bei sachgemäßer Verwendung sind Stahltanks eine äußerst langlebige und haltbare Lagermöglichkeit – feuerverzinkter Stahl zeigt kaum Abnutzungserscheinungen.

 

Modularer Pellettank

Der wohl größte Vorteil von Stahlblechtanks liegt in der flexiblen Nutzung des Lagerraums. Alle Seiten- und Bodenteile sind in unterschiedlichen Größen verfügbar und können beliebig erweitert werden. Selbst wenn der Bedarf steigt, ist es nicht notwendig, den gesamten Tank auszutauschen, sondern ihn lediglich zu erweitern. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Arbeit. Sogar, wenn ein Lagerraum verlegt werden soll, und der Raum andere räumliche Gegebenheiten aufweist, ist es aufgrund des modularen Systems möglich, den Tank an die neue Umgebung anzupassen und so Platz zu sparen.

 

Freie Platzwahl

Das feuerverzinkte Stahlblech schützt die kleinen Holzpresslinge vor Feuchtigkeit und bietet optimale Lagerbedingungen, damit deren Qualität erhalten bleibt. Wo der Pelletbehälter aufgestellt wird, ist dabei vollkommen egal: Vom Kellerraum über den Dachboden bis hin zur Unterbringung im Freien – alle erdenklichen Orte sind möglich. Wer Letzteres anstrebt, muss seinen Tank allerdings überdachen. Weiters ist bei der Positionierung des Tanks darauf zu achten, dass bei der Befüllung durch den Silopumpwagen eine schonende Füllstrecke, möglichst ohne Richtungsänderung, zwischen Siloauto und Tank gewährleistet ist!

 

Kompatibilität

Nahezu alle Stahltankhersteller haben ihre Module an bestehende und gängige Austragungssysteme angepasst. So können alle, die sich für die Verwendung eines Pelletbehälter aus Stahl entscheiden, aus einer breiten Palette an Ansaugsystemen wählen. Ob der favorisierte Tank aber tatsächlich mit dem entsprechenden Austragungssystem kompatibel ist, sollte in einem Gespräch mit dem Händler geklärt werden.

 

Von klein auf groß

Mit einem modularen Pellettank kann jeder selbst entscheiden, wie groß das Lager sein soll. Je nach Bedarf kann das System unkompliziert erweitert werden. Ohne, dass dabei der ganze Tank ausgetauscht werden muss. Stahlblechtanks sind mit einem Fassungsvermögen von etwa drei bis 14 Tonnen erhältlich.

Erdtank – Preise und Funktionsweise

Wenn wenig Platz zur Verfügung steht – weil etwa bereits der Pelletofen im Keller angesiedelt ist – oder ein Pellettank nicht sichtbar sein soll, gibt es die Möglichkeit, diesen unterirdisch zu installieren. Außerhalb des Hauses, neben dem Kellerraum, wird der Tank im Erdreich vergraben, um Platz zu sparen.

 

Speziell für den Einsatz unter der Erde

Ein Erdtank ist anders aufgebaut als herkömmliche Silos oder Tanks. Die Form eines solchen Lagers unter der Erde gleicht der einer Kugel; hergestellt werden die Behälter aus korrosionsfesten Materialien. Meist sind das glasfaserverstärkte Polyesterharze, denen die feuchte Umgebung nichts anhaben kann.

 

Innovatives Ansaugsystem

Jeder Erdtank arbeitet mit einem innovativen Ansaugsystem, das die kleinen Holzpresslinge zum Pelletofen befördert. Während die glatten Innenseiten des Behälters dafür sorgen, dass jedes Pellet den Weg zum Tankboden findet, saugt ein vakuumbetriebenes Entnahmesystem diese ein und transportiert sie schnell, sauber und komfortabel zum Ofen. Die Beförderungsleistung ist vom jeweils verbauten System abhängig, beträgt aber in etwa zehn Kilogramm pro Minute.

 

Erdtanks – logistisch unproblematisch

Wer einen Erdtank als Lagermöglichkeit nutzt, spart nicht nur enorm Platz, sondern erleichtert sich auch die weitere Logistik. Wird er etwa vor einer Garagen- oder Carporteinfahrt vergraben, kann das Silofahrzeug vollkommen unkompliziert das Lager auffüllen. Die Abdeckungen der Schachtwege sind natürlich begeh- und befahrbar. So müssen keine Schläuche mitten durchs Haus oder logistisch aufwendige Lösungen gesucht werden. Wer seinen Erdtank an einer gut gewählten Stelle vergräbt, erspart sich Zeit, Schmutz und Nerven.

 

Preislich aufwendig

Allerdings gilt ein Erdtank als die preislich anspruchsvollste Lagermöglichkeit für Pellets. Wer sich eine Anschaffung überlegt, muss mit Preisen von 5.000 bis 10.000 Euro rechnen. Kalkuliert man aber den ersparten Platzverbrauch im Haus mit ein – indem beispielsweise ein gewisser Quadratmetermietpreis herangezogen wird – relativieren sich die Kosten.

 

Größen aller Art

Je nach Heizleistung und Größe des Haushalts variiert die notwendige Menge an Pellets. Damit das Silofahrzeug nur einmal in der Saison kommen muss, gibt es eine breite Größenpalette von Erdtanks, die sich zwischen 3.000 und 9.000 Kilogramm Fassungsvermögen bewegt.

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