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Heizen mit Holzpellets – die Energie der Zukunft

Energieeffizient zu heizen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen sind keine unvereinbaren Gegensätze mehr.
Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über Holzpellets!

 

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Was sind Pellets?

Wenn es um nachhaltiges und ökologisch verantwortungsvolles Heizen geht, sind Holzpellets in aller Munde. Die kleinen Energieträger bestehen aus sogenanntem Restholz, das bei unterschiedlichen Verarbeitungsschritten von Holz entstehen kann. Sägen, Hobeln, Schleifen – bei jeder dieser Tätigkeiten entstehen Holzspäne, die in weiterer Folge zu Holzpellets verarbeitet werden.
Wichtig dabei ist, dass diese Hobelspäne bzw. Sägespäne immer unbehandelt sind, wodurch keinerlei andere Stoffe im Holz vorkommen.


Mit Druck zur richtigen Passform

Unter hohem Druck werden die Holzreste gepresst und so in die typische
Zylinder-Form gebracht – ohne chemische Bindemittel, damit der natürliche
Energieträger auch tatsächlich natürlich bleibt.
Dieser Vorgang ist von zentraler Bedeutung – denn: Der hohe Druck bei der
Verarbeitung lässt die Eigendichte der Pellets ansteigen, was gut für den
Brennwert (ca. 5kWh/kg) und den geringen Lagerplatzbedarf ist.
So benötigt man für eine Tonne Pellets nur rund eineinhalb Kubikmeter Lagerraum.
Außerdem weisen die kleinen Holzpresslinge einen äußerst geringen Wassergehalt
auf und was trocken ist, brennt bekanntlich auch besser.


Mit Holzpellets dem Zeitgeist folgen

Ökologische Verantwortung ist etwas, das immer mehr Menschen übernehmen
möchten. Dementsprechend ist es wichtig, sich über die Warmhaltung der eigenen
vier Wände in den kalten Wintermonaten Gedanken zu machen.
Pellets sind die Antwort auf die Zeichen unserer Zeit. Die Presslinge aus Holz liefern
die Basis für einen umweltschonenden Verbrennungsvorgang.
Sie gelten als CO2-neutral, da der Ausstoß an Kohlendioxid beim Heizvorgang
genauso hoch ist wie jener, der während des Wachstums aufgenommen wurde.

 

Dass Holzpellets nicht nur umweltverträglich und ressourcenschonend sind,
sondern sich auch hervorragend zum Heizen eignen, haben in Österreich schon
viele Haushalte erkannt. Auch der günstige Pelletspreis ist ein Kriterium, warum
sich mehr und mehr Menschen dafür entscheiden, auf ein Heizsystem mit Pellets
umzusteigen. Die laufenden Heizkosten bei Holzpellets sind im Vergleich zu
beispielsweise einer Ölheizung geringer, sodass das Budget eines Haushaltes
entlastet wird.
Die positive Bilanz: Derzeit sind schon mehr als 120.000 Pellets-Heizanlagen
österreichweit in Betrieb – Tendenz steigend.

Pellets-Arten

Hat man sich einmal für das Heizen mit Pellets entschieden, steht man vor der Herausforderung, welche Sorte der kleinen zylindrischen Holzpresslinge nun die
Richtige ist. Eine große Auswahl und kompliziert klingende Namen der
unterschiedlichen Zertifizierungen haben schon so manchen Pellets-Kunden zur Verzweiflung gebracht. Damit ist nun Schluss – ein Blick auf die wichtigsten
Pellets-Sorten:

Unabhängig in die Zukunft

Eine Pellet-Heizanlage kostet natürlich einiges an Geld – die Investition muss gut
überdacht und langfristig kalkuliert sein. Doch stellt sie bis zu einem gewissen Grad
die Versorgungssicherheit von Heizenergie dar. Die Preise von Öl und Erdgas sind
mittlerweile nur mehr schwer kalkulierbar und abhängig von den Förderländern - in
Österreich vornehmlich von den Nationen im Osten Europas.
Aus diesem schwierigen Umfeld heraus entstehen weitere Vorteile von Pellets:
Für immer mehr Menschen wird es nämlich wichtig, in Energiefragen unabhängig zu
sein. Mit Pellets gelingt das. Österreichs Wälder liegen vor der Haustür und werden
uns noch lange mit ihrem Holz versorgen.
 

Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz

Nicht nur Zugang und Verfügbarkeit sind klare Vorteile von Pellets, auch hinsichtlich
des Faktors Wirtschaftlichkeit sind sie ungeschlagen.
Hocheffiziente Pelletzentralheizungskessel und Pelletkaminöfen sind Anlagen, die
speziell an den Brennstoff Holz angepasst wurden und rund 90 Prozent der im Pellet
vorhandenen Energie nutzbar machen.
Gemeinsam mit den niedrigen Anschaffungskosten von Pellets ergibt sich ein
ungemein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit
 

Ein Beitrag für eine bessere Welt

Wenn Bäume wachsen, entziehen sie der Luft CO2. Wird das Holz, aus dem sie
bestehen verbrannt, entweicht diese Menge an CO2 wieder. Es entsteht somit
keine zusätzliche Luftbelastung. Der große Vorteil von Pellets in diesem Fall ist,
dass sie CO2-neutral sind. Auch wenn die anfallenden Abgase bei Transport und
Produktion mit eingerechnet werden, liegt die Schadstoffentwicklung beim
Heizvorgang 95 Prozent unter jenem von Erdöl und Erdgas.

Auch die Feinstaub-Produktion ist bei Pellet-Systemen verschwindend gering:
In einem Jahr erzeugt ein durchschnittlicher Einfamilienhaushalt maximal ein Kilo
Asche in Form von Feinstaub.
Bei österreichweit 50.000 Tonnen an Feinstaubemissionen im Jahr ist das ein
Anteil, der nicht ins Gewicht fällt.

Ländernormen von Europanorm abgelöst

Um zu verstehen, welche Pellets-Sorten es gibt, ist es wichtig, dass man zwischen
Normen und Zertifizierungen unterscheidet. Bevor eine einheitliche EU-Norm zum
Standard wurde, gab es in vielen europäischen Ländern eigene Normen.
Wie ein Pellet auszusehen hatte, konnte also jede Nation selbst bestimmen.
Nun gibt es für jedes Mitgliedsland die verpflichtende Norm EN14961-2.
Diese gibt einen Rahmen vor, wie Pellets auszusehen haben und welche
Eigenschaften sie aufweisen müssen. Das sind etwa Regelungen bezüglich Größe,
Beschaffenheit, Heizwert und Verbrennungsverhalten der Pellets. Basierend auf
dieser EU-Norm gibt es wiederum spezielle Zertifizierungen, die umgangssprachlich
auch als Pellets-Sorten verstanden werden.

 

Die Qualität macht den Unterschied

Die Unterschiede der Pellets-Sorten beziehen sich hauptsächlich auf die
Qualität und die Überprüfung des Herstellungsprozesses der kleinen Energieträger.
Die verpflichtende Mindestqualität wird durch die Norm EN14961-2 festgelegt, weitere
Qualitätsmerkmale werden dann in den zusätzlichen Zertifizierungen geregelt.

 

Zertifizierungen im Überblick

Aufbauend auf der EU-Norm EN14961-2 gibt es folgende Arten von Pellets:

  • DIN EN 14961-2 – Klasse A1
  • DIN EN 14961-2 – Klasse A2
  • DIN EN 14961-2 – Klasse B

     

Während Pellets der Sorte DIN EN 14961-2 Klasse A1 quasi die Mindestqualität
markieren, sind jene der Klassen A2 und B eher nicht für den Eigenbedarf
empfehlenswert. Mit in die EU-Norm aufgenommen wurde die Pellets-Sorte DIN EN
14961-2 Klasse A2 aufgrund der weiten Verbreitung in Südeuropa.
Sie weist einen höheren Aschegehalt auf und wird von Experten auf Dauer nicht für
die Heizung empfohlen, da es zu einer erhöhten Schlacke-Bildung kommen kann.
Oft stellt sich die Frage aber nicht, weil sie im deutschsprachigen Raum kaum zu
bekommen sind. Pellets mit der Zertifizierung DIN EN 14961-2 Klasse B sind
ausschließlich für industrielle Zwecke gedacht und kommen in Privathaushalten nicht
zur Anwendung.

Bei Einsatz von Klasse A2 Pellets bitte unbedingt die Herstellervorschriften beachten!

Vorteile von Holz-Pellets

Vorteile von Pellets gibt es viele – der wahrscheinlich wichtigste ist aber,
dass der Rohstoff Holz, aus dem sie hergestellt werden, nachwächst.
Damit haben die kleinen Holzpresslinge gegenüber ihren stärksten Konkurrenten
Öl und Erdgas den bedeutend längeren Atem!

Österreich: das Mekka für alternative Energie

Wenn es um alternative Energie geht, dann ist Österreich besonders gut aufgestellt.
Das liegt vor allem an den beiden Rohstoffen Wasser und Holz, die quasi in
Übermaßen vorhanden sind. Während Ersteres zur Stromerzeugung aus Wasserkraft
genutzt wird, ist Zweiteres das Ausgangsmaterial für Pellets.
Und obwohl der industrielle Bedarf für Festholz im Steigen begriffen ist, wachsen Jahr
für Jahr rund 30 Millionen Festmeter Holz nach.
Unter dem Strich bedeutet das: Der Holzvorrat in Österreichs Wäldern steigt.