Pellets-Arten

Hat man sich einmal für das Heizen mit Pellets entschieden, steht man vor der Herausforderung, welche Sorte der kleinen zylindrischen Holzpresslinge nun die
Richtige ist. Eine große Auswahl und kompliziert klingende Namen der
unterschiedlichen Zertifizierungen haben schon so manchen Pellets-Kunden zur Verzweiflung gebracht. Damit ist nun Schluss – ein Blick auf die wichtigsten
Pellets-Sorten:

Unabhängig in die Zukunft

Eine Pellet-Heizanlage kostet natürlich einiges an Geld – die Investition muss gut
überdacht und langfristig kalkuliert sein. Doch stellt sie bis zu einem gewissen Grad
die Versorgungssicherheit von Heizenergie dar. Die Preise von Öl und Erdgas sind
mittlerweile nur mehr schwer kalkulierbar und abhängig von den Förderländern – in
Österreich vornehmlich von den Nationen im Osten Europas.
Aus diesem schwierigen Umfeld heraus entstehen weitere Vorteile von Pellets:
Für immer mehr Menschen wird es nämlich wichtig, in Energiefragen unabhängig zu
sein. Mit Pellets gelingt das. Österreichs Wälder liegen vor der Haustür und werden
uns noch lange mit ihrem Holz versorgen.

Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz

Nicht nur Zugang und Verfügbarkeit sind klare Vorteile von Pellets, auch hinsichtlich
des Faktors Wirtschaftlichkeit sind sie ungeschlagen.
Hocheffiziente Pelletzentralheizungskessel und Pelletkaminöfen sind Anlagen, die
speziell an den Brennstoff Holz angepasst wurden und rund 90 Prozent der im Pellet
vorhandenen Energie nutzbar machen.
Gemeinsam mit den niedrigen Anschaffungskosten von Pellets ergibt sich ein
ungemein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit

Ein Beitrag für eine bessere Welt

Wenn Bäume wachsen, entziehen sie der Luft CO2. Wird das Holz, aus dem sie
bestehen verbrannt, entweicht diese Menge an CO2 wieder. Es entsteht somit
keine zusätzliche Luftbelastung. Der große Vorteil von Pellets in diesem Fall ist,
dass sie CO2-neutral sind. Auch wenn die anfallenden Abgase bei Transport und
Produktion mit eingerechnet werden, liegt die Schadstoffentwicklung beim
Heizvorgang 95 Prozent unter jenem von Erdöl und Erdgas.

Auch die Feinstaub-Produktion ist bei Pellet-Systemen verschwindend gering:
In einem Jahr erzeugt ein durchschnittlicher Einfamilienhaushalt maximal ein Kilo
Asche in Form von Feinstaub.
Bei österreichweit 50.000 Tonnen an Feinstaubemissionen im Jahr ist das ein
Anteil, der nicht ins Gewicht fällt.

 

Qualitätsanforderungen für Holzpellets

Ländernormen von Europanorm abgelöst

Um zu verstehen, welche Pellets-Sorten es gibt, ist es wichtig, dass man zwischen
Normen und Zertifizierungen unterscheidet. Bevor eine einheitliche EU-Norm zum
Standard wurde, gab es in vielen europäischen Ländern eigene Normen.
Wie ein Pellet auszusehen hatte, konnte also jede Nation selbst bestimmen.
Nun gibt es für jedes Mitgliedsland die verpflichtende Norm EN14961-2.
Diese gibt einen Rahmen vor, wie Pellets auszusehen haben und welche
Eigenschaften sie aufweisen müssen. Das sind etwa Regelungen bezüglich Größe,
Beschaffenheit, Heizwert und Verbrennungsverhalten der Pellets. Basierend auf
dieser EU-Norm gibt es wiederum spezielle Zertifizierungen, die umgangssprachlich
auch als Pellets-Sorten verstanden werden.

 

Die Qualität macht den Unterschied

Die Unterschiede der Pellets-Sorten beziehen sich hauptsächlich auf die
Qualität und die Überprüfung des Herstellungsprozesses der kleinen Energieträger.
Die verpflichtende Mindestqualität wird durch die Norm EN14961-2 festgelegt, weitere
Qualitätsmerkmale werden dann in den zusätzlichen Zertifizierungen geregelt.

 

Zertifizierungen im Überblick

Aufbauend auf der EU-Norm EN14961-2 gibt es folgende Arten von Pellets:

  • DIN EN 14961-2 – Klasse A1
  • DIN EN 14961-2 – Klasse A2
  • DIN EN 14961-2 – Klasse B

Während Pellets der Sorte DIN EN 14961-2 Klasse A1 quasi die Mindestqualität
markieren, sind jene der Klassen A2 und B eher nicht für den Eigenbedarf
empfehlenswert. Mit in die EU-Norm aufgenommen wurde die Pellets-Sorte DIN EN
14961-2 Klasse A2 aufgrund der weiten Verbreitung in Südeuropa.
Sie weist einen höheren Aschegehalt auf und wird von Experten auf Dauer nicht für
die Heizung empfohlen, da es zu einer erhöhten Schlacke-Bildung kommen kann.
Oft stellt sich die Frage aber nicht, weil sie im deutschsprachigen Raum kaum zu
bekommen sind. Pellets mit der Zertifizierung DIN EN 14961-2 Klasse B sind
ausschließlich für industrielle Zwecke gedacht und kommen in Privathaushalten nicht
zur Anwendung.

Bei Einsatz von Klasse A2 Pellets bitte unbedingt die Herstellervorschriften beachten!